Wenn sich aus der Geschichte die Zukunft formt

Moderne Brechtechnik für Hafner Beton

Steigende Anforderungen an Kornform, Produktqualität und Anlagenverfügbarkeit prägen heute viele Modernisierungsprojekte in der Gesteinsaufbereitung. Betreiber erwarten leistungsfähige Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Strukturen integrieren lassen und gleichzeitig Prozesse vereinfachen. Genau vor dieser Aufgabe standen wir gemeinsam mit Fa. Hafner Beton, ein Unternehmen der Leube Gruppe.

Im Kieswerk sollte der bestehende Brechprozess zukunftsfit gemacht werden. Die bisherige, zweistufige Anlage mit Backenbrecher und Prallbrecher war veraltet und wurde den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Verarbeitet wird gewaschener Kies mit einer Aufgabegröße von bis zu 250 mm. Gefordert war ein Endprodukt von 0/22 mm – vor allem mit einem hohen Sandanteil.

Für uns war schnell klar: Eine solche Aufgabenstellung verlangt nicht nach einer Standardlösung, sondern nach einem Anlagenkonzept, das exakt auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt ist. Deshalb stand am Beginn eine exakte Maßaufnahme direkt im Werk. Auf dieser Basis entwickelten wir eine maßgeschneiderte Lösung für den stationären Anlagenbau – von der Auslegung der Aggregate über die Planung bis hin zur Inbetriebnahme.

Im Zentrum der neuen Anlage steht unsere SMR 13/7/4. Der reversierbare Prallbrecher ist speziell für die Erzeugung von Sand und hochwertigem Edelsplitt ausgelegt und ermöglicht eine besonders effiziente Aufbereitung in nur einer Brechstufe. Genau das war für dieses Projekt ein wesentlicher Vorteil.

Entscheidend für das Ergebnis ist das Zusammenspiel mehrerer technischer Merkmale: Der zentrale Einlauf sorgt für eine ideale Materialzuführung in den Schlagkreis. Der schwere Rotor mit einem Durchmesser von 1,3 Metern gewährleistet durch die Reversiebarkeit scharfe Kanten und gewährleistet durch einen hohen Ausnutzungsgrad der Schlagleisten von bis zu 50 Prozent. Durch die sieben Prallstufen entsteht ein besonders kubisches Endprodukt - ideal für hochwertige Sande und Edelsplitte.

Auch die Konstanz in der Produktqualität spielte bei diesem Projekt eine zentrale Rolle. Deshalb sorgt ein Frequenzumformer dafür, dass die Schlagleistengeschwindigkeit über die gesamte Standzeit konstant bleibt. So schaffen wir stabile Bedingungen im Prozess und damit ein gleichbleibend hochwertiges Ergebnis.

Neben Effizienz und Produktqualität war auch die Wartungsfreundlichkeit ein wichtiges Thema. Gerade im laufenden Betrieb zählt jede Vereinfachung bei Service und Verschleißteilwechsel. Unsere SMR ist deshalb so ausgelegt, dass Verschleiß- und Ersatzteile, insbesondere Schlagleisten und Prallbalken, schnell und zuverlässig zugänglich sind. Das reduziert Stillstandszeiten und erleichtert die tägliche Arbeit im Betrieb deutlich.

Auch leistungstechnisch ist die SMR 13/7/4 für diese Anwendung optimal dimensioniert. Die Baureihe erlaubt Aufgabeleistungen von bis zu 200 Tonnen pro Stunde und bietet damit zusätzliche Reserven für künftige Anforderungen. Selbst wenn diese Leistung im konkreten Projekt nicht vollständig ausgeschöpft werden muss, schafft sie wertvolle Flexibilität. 

Dass die neue Lösung in der Praxis überzeugt, zeigt auch die Rückmeldung von Hafner Beton. Marko Hennersdor bringt es auf den Punkt: „Diese Effizienz und Produktqualität haben wir bislang mit keinem anderen Brecher erzielt.“

Für uns ist dieses Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie sich bestehende Anlagen mit präziser Planung und passender Technik gezielt weiterentwickeln lassen. Wenn es gelingt, Produktqualität, Effizienz und Wartungsfreundlichkeit in einem durchdachten Konzept zusammenzuführen, entsteht eine Lösung, die nicht nur technisch überzeugt, sondern auch im Alltag echten Mehrwert bietet.